Birkwild-Kartierung im Lattengebirge

Am 4. und 5. Mai 2017 erfolgte eine Balzplatz-Kartierung in Oberbayern durch die Bayerischen Staatsforsten. Beteiligung des Vogelschutzbundes LBV B'gadener Land im Lattengebirge mit Maren Bayerl, Max Mosinger sowie Birgit und Günther Hollmotz.

 

Mit großem personellen Einsatz zählten die Bayerischen Staatsforsten mit Unter-stützung des Vogelschutzbundes LBV zwischen Sonntagshorn und Untersberg das seltene Birkwild. Schon um 4 Uhr begann die Beobachtung und Zählung der Rauhfußhühner bei ihrer frühmorgendlichen Balz in den Hoch- und Kammlagen der Berge. Insgesamt konnten bei dieser Aktion 49 Birkhähne und 10 Birkhennen bestätigt werden. 

Bereits im Herbst 2016 fand am Hochschlegel in Zusammenarbeit mit dem LBV eine Maßnahme zur Lebensraumverbesserung des Birkwildes statt. Langfristig soll der Bestand in diesem Bereich erhöht, zumindest aber erhalten werden. Im Herbst dieses Jahres ist ein weiterer Arbeitseinsatz im Lattengebirge gplant. Vorgesehen ist die Verbesserung und Pflege der im vergangenen Jahr für das Birkwild geschaffene Freifläche.

>> Presseartikel zum Birkwild (Süddeutsche Zeitung v. 30. Mai 2017)


Pressemitteilung der Bayerischen Staatsforsten

"Projekt mit LBV zum Schutz des Birkhuhns"

 

Birkwildhabitatpflege im Lattengebirge

am 22. Oktober 2016

>> zur Pressemitteilung


Hilfe für das Birkwild im Lattengebirge

Landesbund für Vogelschutz und Bayerische Staatsforsten Hand in Hand

Fotos: J. Goldmann (mit Klick vergrößern!)
Fotos: J. Goldmann (mit Klick vergrößern!)

  

Berchtesgadener Land, 22. Okt. 2016

Das in unseren Bergen in den Höhenlagen um die 1500 m lebende Birkhuhn ist nach den Erhebungen des Bayerischen Brutvogelatlas aufgrund von Einschränkungen seines Lebensraumes stark vom Rückgang bedroht.

Deshalb kümmert sich die Kreisgruppe Berchtesgadener Land im LBV e.V. seit einigen Jahren um die Erhaltung und Verbesserung der wenigen heimischen Habitate dieser interessanten Vogelart.

Richtschnur ist dabei ein Schutzprojekt aus dem Jahr 2009, das den Zustand des Rauhfußhühner-Lebensraumes im Lattengebirge erarbeitet und entsprechende Empfehlungen gegeben hat. 

Die enge Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten als zuständigem Grundbesitzer ist inzwischen bestens eingeübte Routine. So hat vor kurzem eine kleine, tatkräftige Gruppe des LBV unter der fachkundigen Leitung von Revierförster Hubert Graßl im nördlichen Bereich des Lattengebirges in einem durchaus anstrengenden Tagesarbeitseinsatz eine Birkhuhn-Freifläche als Ruhe-, Trocknungs- und Startplatz ausgeschlagen. 

Die Aktion war mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Gleitschirmclub Bad Reichenhall abgestimmt, dem die Schaffung der Freifläche als naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahme für dessen neu gestalteten Gleitschirm-Startplatz angerechnet wird. 

Das Arbeitsergebnis erfüllt nunmehr für das Birkwild folgende Bedingungen:

- Abgeschiedenheit und Ruhe in einem umfangreichen Latschengürtel

- Witterungsschutz und Sichtschutz vor Beutegreifern

- genügend Platz zum Gefiedertrocknen, zur Nahrungsaufnahme,

- zum Abstreichen und vor allem zur Aufzucht von Nachwuchs

 

Trotz körperlicher Anstrengung war das ein gelungener Arbeitstag, der bei etwas frisch gefallenem Schnee und schönstem Bergwetter richtig Spaß machte. Man war sich einig, auch künftig möglichst jährlich solche gemeinsamen Einsätze zur Pflege des Birkwildes und seiner Habitate durchzuführen. 

Abschluß der Aktion war ein großer Dank an den Betriebsleiter der Predigtstuhlbahn, Herrn Andreas Hallweger, der mit der kostenlosen Seilbahnfahrt und einer satten Brotzeit in der Schlegelmulde diese Naturschutzmaßnahme wesentlich unterstützt hat.

 

Peter Friedrich

Vorsitzender LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land


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Hilfe für die Rauhfußhühner im Lattengebirge

 

 

Gemeinsamer Arbeitseinsatz von LBV und Bayerischen Staatsforsten

 

Endlich hat’s geklappt !

Der im Zugvogel 2012 angekündigte und aus Witterungsgründen mehrfach verschobene Einsatz konnte Mitte Oktober endlich durchgeführt werden.

     Mit zwei  Dienstfahrzeugen des Forstbetriebes Berchtesgaden ging es auf den Berg, wo am Rande eines der typischen „Mooraugen“ Pflegemaßnahmen zur Verbesserung des Lebensraumes insbesondere der Auerhühner geplant waren.

     Zu Beginn der Aktion referierte Sabine Pröls über Ergebnisse und Folgerungen aus dem im Jahre 2009 durchgeführten Schutzprojekts und erläuterte, wie wichtig zum Beispiel die dort wachsende Heidelbeere als Lebensgrundlage für viele Tiere, eben auch für die Auerhühner ist. Allerdings werde diese niedrigwüchsige Pflanze zunehmend durch Fichtenaufwuchs überschattet.

     Nach der Projekteinweisung und einer vom Forstbetrieb gespendeten Brotzeit schnitt die Arbeitsgruppe unter Leitung von Revierförster Hubert Graßl und Waldfacharbeiter Klaus Rasp jede Menge nachwachsender Fichten um, sodass wieder Licht in den für die Heidelbeere wichtigen Waldsaum kommt. Die andernorts   in Haufen abgelegten Fichten dienen als Winterquartier für viele Tiere und verrotten dann.

     Hubert Graßl und Peter Friedrich betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit von Forst und LBV ist, da durch die tatkräftige Mithilfe der LBV-Aktiven der Forst die Arbeitskapazitäten zur Umsetzung naturschutzfachlich sinnvoller Pflegeaktionen bekommt.

     Die Kreisgruppe BGL wird im Frühherbst 2013 die Aktion wiederholen und hofft auf die Beteiligung weiterer, insbesondere auch jugendlicher aktiver Helfer.

     Bitte melden Sie sich dafür bei Peter Friedrich (Telefon / Fax: 08651-3935) oder    in unserer Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach (Telefon: 08634-625333). Die gemeldeten Interessenten werden persönlich über den Zeitpunkt und den genauen Ablauf des Arbeitseinsatzes informiert.                                     Foto: LBV/Goldmann

                                                        

Peter Friedrich

Vorsitzender LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land                                      

 

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