Eine zerstörte Quelle sprudelt nie wieder

Schapbach-Quelle
Schapbach-Quelle

„20 Jahre Quellschutz in Bayern“

Fachveranstaltung am 23. und 24. September 2014 im Nationalpark Berchtesgaden

 

Quellen zählen deutschlandweit zu den gefährdetsten Biotopen. Obwohl sie in Deutschland gesetzlich geschützt sind, werden Quellen immer wieder durch Verrohrungen, Vermüllung oder Trockenlegungen zerstört. Seit 20 Jahren setzt sich der LBV  für den Schutz dieser Feuchtbiotope ein. Die Ergebnisse aus 20 Jahren Quellforschung präsentierten Wissen-schaftler und Forscher kürzlich im Rahmen einer zweitägigen Fachtagung im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ in Berchtesgaden.

 

Quellen beherbergen hoch spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, die ausschließlich in diesem Lebensraum vorkommen. Bundesweit gehören sie zu den gefährdetsten Biotopen und sind daher gesetzlich geschützt. Einmal zerstört, können Quellen nicht ersetzt oder wiederhergestellt werden. Der LBV setzt sich seit 20 Jahren für den Schutz von Quellen ein. Anlässlich dieses Jubiläums fand im Nationalparkzentrum sowie im Nationalpark Berchtesgaden eine Fachtagung zum Thema Quellschutz statt.  <Einladung.pdf>

Rund 70 Teilnehmer aus verschiedenen Fachrichtungen nahmen an der Veran-staltung teil, darunter Behördenvertreter, Nationalparkmitarbeiter aus Deutschland und Österreich, Wissenschaftler, Vereinsmitglieder sowie zahlreiche Ehrenamtliche.

Der Fokus der Vorträge lag auf der Präsentation von Ergebnissen aus bisherigen Forschungsprojekten des LBV sowie auf aktuelle Entwicklungen im Quellschutz. Programmschwerpunkte waren das Quellenmonitoring im Nationalpark Berchtesgaden, Schutzmaßnahmen im Bayerischen Staatswald, Beiträge der Technischen Universität München sowie ein Beitrag über den Quellschutz in der Schweiz.

Am zweiten Tag der Veranstaltung erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, unter fachkundiger Leitung einige Quellen im Nationalpark kennenzulernen. Die Exkursion führte bei idealem Bergwetter von der Wimbachbrücke über eine kleinere versteckte Quelle zur Schapbachquelle, deren Quellmund in einem steilen und unwegsamen Waldstück oberhalb der Schapbach-Alm liegt. Nach Untersuchung der Wassereigen-schaft mit einem tragbaren Labormeßgerät und der Identifizierung einiger Insekten ging es weiter bergauf zur Kühroint, wo bei einer wohlverdienten Brotzeit vor der einmaligen Bergkulisse der Tag ausklang.

Wimbachbrücke
Wimbachbrücke
Schapbach-Alm
Schapbach-Alm
Kühroint
Kühroint

Fotos: J. Goldmann


Stadtfest Bad Reichenhall am 05. Juli 2014

Mit dabei:

LBV Info-Stand und unsere Kindergruppe "Adleraugen"

der Naturschutzjugend NAJU

und des Tierschutzvereins

 

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Fotos: J. Goldmann


Blumen-Exkursion entlang des Soleleitungsweges in der Engedey

 

Flora im Wechsel der Jahreszeiten

- Blumen und Pflanzen im Gebirge 

 

 

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Im Rahmen des Mottos „Flora im Wechsel der Jahreszeiten“ wurden bei der Blumenwanderung vom Vogelschutzbund LBV am 22. Juni 2014 in der Engedey die Sommerblumen und -pflanzen betrachtet.

Foto: M. Krieger
Foto: M. Krieger

21 Teilnehmer/Innen hatten bei sehr schönem Wetter unter der Führung von Irmengard Schwab die Möglichkeit, über 100 Exemplare zu sehen und kennen zu lernen wie z.B. den gelben Eisenhut, die große Sterndolde und den Waldziest. Zu sehen waren die Orchideen Stendelwurz, Geflecktes Knabenkraut und Großes Zweiblatt. Heilkräuter wie Augentrost, Heilziest und Wegwarte wurden be-sprochen.        >> zur Blumenliste (pdf)

Zum musikalischen Ausklang hatte Fritz Derwart wieder sein Akkordeon mit dabei und so konnte sich die Gruppe im Garten des Gebirgshäusl von der 3,5 Stunden dauern-den Exkursion erholen.

Die nächste Führung findet im Herbst am 13.09.2014 ebenfalls in der Engedey statt. Nähere Informationen finden Sie auf der Startseite unter "Termine". Naturinteressierte sind herzlichst eingeladen.                                                                                      I.S.

Fotos: J. Goldmann


Blumen-Exkursion rund um den Höglwörther See

 

Beim zweiten Anlauf hat es geklappt! Die Blumenwanderung vom Landes-bund für Vogelschutz rund um den Höglwörther See am 31. Mai 2014 fand unter der Führung von Irmengard Schwab mit 16 Teilnehmer/Innen statt.

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Nachdem es die ganze Woche geregnet hatte, war nicht sicher, ob auch diese Wanderung stattfinden konnte, aber der Wettergott hatte ein Einsehen und schickte wärmende Sonnenstrahlen.

Zum Erstaunen mancher Teilnehmer konnten selbst auf dem relativ kurzen Weg über 70 Blumen und  Pflanzen gefunden werden wie der Aronstab, die Ährige und die Echte Teufelskralle, Knabenkräuter, Wollgras, der Wollige Hahnenfuß, die Zwiebel-tragende Zahnwurz und vieles mehr.

Zum musikalischen Ausklang hatte Fritz Derwart sein Akkordeon mit dabei und so konnte sich die Gruppe im Biergarten des Klosterwirts von den vielen Eindrücken gut erholen. 

Die nächste Führung findet am 22.06.2014 unter dem Thema „Flora im Wechsel der Jahreszeiten – Blumen und Pflanzen im Gebirge“ statt. Nähere Informationen finden Sie auf der Startseite unter "Termine". Naturinteressierte sind herzlichst eingeladen.

>> zur Blumenliste (pdf)


Impressionen

 

vom Gartentag im Salzburger Freilichtmuseum

am 11. Mai 2014

LBV-Standort  >> "Buchnerstall"

Internet: www.freilichtmuseum.com

 

>> weiter zum Bericht vom Gartentag 

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Fotos: J. Goldmann


Steinadler im Klausbachtal

  

26. April 2014

Steinadlerbeobachtung im Nationalpark Berchtesgaden

 

Treffpunkt: 9.00 Uhr Nationalpark-Infostelle Hintersee/Klausbachtal

 

 

Die Adlerführung fing gut an! Pünktlich um 9 Uhr öffnete der Himmel wieder mal seine Schleusen. Gut, daß wir alle unter dem Vordach der Nationalpark-Infostelle einen trockenen Platz fanden. Nach einer kurzen und interessanten Einführung von Toni Wegscheider vom Adlerteam klarte es auf und wir machten uns auf den Weg ins Klausbachtal Richtung Adlerhorst zu unserem Beobachtungspunkt. Der Brutplatz in der Felswand wurde schnell lokalisiert und dann hieß es abwarten. Zeit genug zum diskutieren und von Toni Wegscheider viel Wissenswertes, aber auch Kurioses, zu erfahren.

Betreut werden vom Adlerteam insgesamt 15 Reviere im Nationalpark und in angrenzenden Revieren in Bayern und Österreich (u.a. Klausbachtal, Wimbachtal, Untersberg und Ettenberg). Der Staufen ist seit langem nicht mehr besetzt.

Im letzten Jahr fiel der Jungadler im Klausbachtal bedauerlicherweise der langen Regenperiode zum Opfer. Diesmal wurde statt eines Baumhorstes eine geschützte Felsnische als Brutplatz genommen. In 5 bis 6 Tagen ist Schlupf. Sind schon alle darauf gespannt.

Ein Steinadlerpaar bleibt zeitlebens bis zu 20 Jahren zusammen. Hauptbeuteschema bei unseren Adlern hier im Klausbachtal ist das Gamswild mit etwa 70%. Auch eine Katze ab und zu wird nicht verschmäht. Ansonsten nehmen sie alles, was sie kriegen können (kleine Hunde bitte an die Leine!).

Ein interessantes Detail am Rande: der höchste Adlerhorst ist in den USA - 6 Meter hoch und der unterste Ast stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Fotos: Goldmann
Fotos: Goldmann

Dann die erste Adlersichtung!!!

Querflug in großer Höhe entlang der Reiteralm-Ostabstürze. Hoffnung kam auf – die Wolken allerdings auch.

Das war’s dann!

Trotzdem, eine gelungene und interes-sante Exkursion in dieser beeindrucken-den Landschaft. Werde im Mai (Blumen-blüte) zum Hirschbichl wandern. Viel-leicht hab‘ ich dann wieder „Adlerglück“!

J.G. 

Weitere Infos finden Sie im  <Pressebericht>  und unter  www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de


Foto: Goldmann
Foto: Goldmann

Jahreshauptversammlung am 09. April 2014

LANDKREIS BGL - Bei der Jahreshauptversammlung

der Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesbund

für Vogelschutz am 9. April in Bad Reichenhall wurden

die bisherigen Amtsinhaber ...                         >> mehr...


Rundgang im Haarmoos zur Beobachtung der Wiesenbrüter

 

29. März 2014

Rundgang im Haarmoos zur Beobachtung der Wiesenbrüter.

Treffpunkt:

Parkplatz am Abtsee in Seethal

 

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Am Samstag, den 29. März 2014 begann die Veranstaltungssaison der Kreisgruppe Berchtesgadener Land im LBV mit einer Führung im Wiesenbrütergebiet Haarmoos unter Leitung von Peter Friedrich.

Zur Einführung informierte der Vorsitzende der Kreisgruppe die 25 Teilnehmer mit interessanten Zahlen zur Bestandsermittlung der wichtigsten Wiesenbrüterarten in den vergangenen Jahren. Für die 5 Jahre von 2008 bis 2012 ergibt sich die folgende Übersicht. Dabei handelt es sich, so Peter Friedrich, um Annäherungszahlen, weil die Wiesenbrüter ohnehin nur schwer zu kartieren seien und weil sich der LBV selbst-verständlich in der Brutzeit strikt an das Betretungsverbot der relevanten Flächen hält.

Zur Übersicht:

Der Leitvogel im Haarmoos, der Große Brachvogel, wurde außer im Jahr 2009 mit 5, in den anderen Jahren stabil mit 9 bis 10 Brutpaaren beobachtet.

Der Kiebitz, 2008 noch mit 7 Brutpaaren, war danach nur noch mit 2 bis 3 BP im Haarmoos.

Das Braunkehlchen war durchgehend mit 5 bis 7 BP, der Wiesenpieper mit ca. 6 BP vorhanden.

Die Bekassine, in den Jahren 2008 und 2009 noch mit 6 bzw. mit 2 BP beobachtet, konnte in den folgenden Jahren überhaupt nicht mehr festgestellt werden.

In den Jahren 2011 und 2013 wurde -selten-  ein Wachtelkönig rufend erfasst, im Jahr 2011 ein Schwarzstorch gesehen.

Beobachtungen 2013: 

Für den Beginn des Jahres 2013 ergaben sich folgende Zahlen:

• Großer Brachvogel 10 BP

• Kiebitz 2 BP, dazu 6 Individuen kurzzeitig

• Braunkelchen 3 bis 5 BP

• Wiesenpieper 5 bis 6 BP

• Feldlerche leider nur eine Beobachtung

• Bekassine 4 bis 6 BP, sie ist offensichtlich wieder da - vielleicht weil sie 2013 Vogel

  des Jahres war ! 

Allerdings, so Peter Friedrich, waren aufgrund des schlechten Wetters im Mai und durch das katastrophale Hochwasser Anfang Juni 2013 teilweise totale Verluste, zumindest sehr eingeschränkte Bruterfolge im Haarmoos zu erwarten. Schilderungen zufolge saßen Brachvögel auf angrenzenden Bäumen, schwammen Schwäne auf den Wasserflächen und wurde eine Ruderbootsfahrt im zentralen Gebiet des Haarmoos beobachtet.

Info-Stadl und Rundgang: 

Nach dieser theoretischen Einführung, die durch das Abrufen der entsprechenden Stimmen und Laute des Vogelstimmenboard’s im Info-Stadl untermalt wurde, konnte beim anschließenden Rundgang allerdings sehr Erfreuliches beobachtet werden: 

• mindestens 15 Einzeltiere des Großen Brachvogels (flächendeckend)

• über 20 Kiebitze

• 1 Bekassine

• 1 evtl. 2 singende Feldlerchen

• 1 Paar Schwarzkehlchen, 2 Braunkehlchen-Männchen (K. Gugg, 18.5.) und

   einige Paare Wiesenpieper

• 1 Schwarzmilan, 2 Rotmilane

• 1 Mäusebussard, 2 Turmfalken

Zum Abschluß dann noch zwei kampfbereite Fasanenhähne und ein Drosselpaar (Sing-/Misteldrossel?) direkt unterhalb der Aussichtsplattform und ein paar Rehe am Waldrand. 

Es war ein interessanter und erlebnisreicher Tag im Haarmoos. Vielleicht hat sich die Natur wie so oft selbst geholfen, um die schlimmen Verluste des Vor-jahres auszugleichen.                                                    P.F.                                                                                              

 

Anmerkung:

Über 50 Hektar wertvoller Flächen im Haarmoos gehören dem LBV

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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