Zu den Jägern der Nacht

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

12. Aug. 2016 - Unsere Fledermaus-Führung fand trotz etwas „feuchter Witterung“ wie geplant statt. Im trockenen Unterstand am Nonner Steg machte uns die Fledermaus-Expertin Friederike Herzog aus München mit der faszinierenden Lebensweise dieser fliegenden Säugetiere vertraut, um dann anschließend mit uns voller Hoffnung zur Hosewaschbrücke unterhalb des Nonner Kircherls zu marschieren. Dort konnte dann eine Vielzahl von Fledermäusen nicht nur gesehen, sondern Dank eines „Bat-Detektors“ auch gehört werden, wenn sie mittels ihrer Ultraschallrufe auf Insekten jagten.

Fazit: es war ein spannender und interessanter Abend in der Nonner Au.

- J.G.


Impressionen vom R'haller Stadtfest

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

"Markt der Vielfalt" bei der ANL

Regionale Produkte und lebendiger Naturschutz am Sonntag im Klostergarten

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

Laufen.  Wie lebendig und bunt Umweltbildung und Naturschutz in unserer Region sind, konnten die Besucher des "Marktes der Vielfalt" am Sonntag, 26. Juni, erleben. Von 11 bis 19 Uhr hatte man die Gelegenheit, durch diesen Markt anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschafts-pflege im Klostergarten des Kapuzinerhofs in Laufen zu flanieren.

Der Markt der Vielfalt fand im Rahmen des historischen Marktfestes in Laufen statt. Etwa 25 regionale Akteure präsentierten sich, darunter auch der LBV, und die Gäste konnten sich über die verschiedensten Projekte informieren, aktiv Umweltbildung erleben, regionale Schmankerl verkosten, Maschinenwesen bestaunen und vieles andere mehr.

- J.G.


IMPRESSIONEN MONAT MAI 2016


DEUTSCHLANDS wilde VÖGEL

 

22. Mai 2016 – Parkkino Bad R’hall 

In „Deutschlands wilde Vögel - Teil 2“ entführte der renommierte Tierfilmer Hans-Jürgen Zimmermann die Zuschauer erneut in die faszinierende Welt der frei lebenden Vögel in Deutschland. An außergewöhnlichen Beobachtungsplätzen von den Alpen bis zur Nordsee gelangten dem Filmemacher einzigartige Aufnahmen, die nicht nur eingefleischte Naturliebhaber begeistern:

    

• Die Alpendohlen am Nebelhorn

• Wasservögel an den Rieselfeldern bei Münster

• Mit Engelbert Mayer am Kaiserstuhl auf Exkursion zu Bienenfresser und Wiedehopf

• Kranichbeobachtung in der Diepholzer Moorniederung

• Weißstörche im Hessischen Rheingau

• Blaukehlchen und Purpurreiher in der Wagbachniederung

• Rotschenkel und Uferschnepfen im Niedersächsischen Ochsenmoor am Dümmer

• Trottellummen und Basstölpel auf Helgoland

 

Es war ein eindrucksvolles Plädoyer für Artenvielfalt und Naturbewusstsein. Dem Zuschauer eröffnete sich eine völlig neue Sichtweise, führen die meisten der in Deutschland lebenden Vögel doch ein verstecktes Leben und entziehen sich menschlichen Blicken. Die pure Kraft der Bilder erzeugte im Kino ein einzigartiges Naturerlebnis.

- J.G.


Gute Zwischenbilanz für Wiesenbrüter-Schutzgebiet Haarmoos

Foto: J. Goldmann
Foto: J. Goldmann

09. April 2016

Mit einem geführten Rundgang durch das Wiesenbrütergebiet Haarmoos nahe dem Abtsdorfer See setzte die Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V. (LBV) am Samstag, 09. April 2016 ihre Veranstaltungsreihe 2016 fort.

Unter Leitung des Vorsitzenden Peter Friedrich marschierte die wegen des unsicheren Wetters kleine Besuchergruppe vom Parkplatz am Ostufer des See‘s auf der dafür vorgesehenen Route ins Zentrum der Brut- und Nahrungsflächen der wiesenbrütenden Vogelarten.

Die Teilnehmer waren  erstaunt, daß eine überraschend große Zahl an Kiebitzen im akrobatischen Flug und große Brachvögel bei der Nahrungssuche und im Flug beobachtet und gehört werden konnten. Auch ließen sich Einzelexemplare von Rotmilan, Bussard, Turmfalke sowie ein Schwarzspecht an seiner Höhle kurz blicken.

Herbert Lexhaller von der Kreisgruppe erläuterte entlang des Weges aus der Erfahrung seiner Kartierungen die Struktur der Brut- und Nahrungshabitate im Gebiet sowie die Lebensweise der kleineren Wiesenbrüter wir Bekassine, Wiesenpieper, Feldlerche, Schwarz- und Braunkehlchen, die in fortschreitender Vegetation schwer auszumachen sind.

Mit Staunen wurde festgestellt, daß die Tiere sich durch die Besucher in keiner Weise gestört fühlten.

Zum Ende des Rundgangs erläuterte Peter Friedrich beim Blick ins Gelände von der Aussichtsplattform am Fischerhölzl eine, wie er formulierte, „selbstgestrickte statistische Übersicht“ zum zahlenmäßigen Auf und Ab der wichtigsten Wiesenbrüter seit dem Jahr 2008.

Die Verluste des Jahres 2013 nach dem extrem nasskalten Frühjahr und dem verheerenden Juni-Hochwasser scheinen teilweise aufgefangen zu sein, eine Erkenntnis, so Friedrich, daß die Natur sich selbst helfen kann, „wenn man sie lässt und ihr Raum und Ruhe gibt“.

Dazu setzte er die wissenschaftlichen Ergebnisse einer 2015 von Margarete Siering verfassten Masterarbeit der Universität Wien zu „Managementempfehlungen für die Offenlandbiotope im Haarmoos“ in Bezug zu den Beobachtungen der Kreisgruppe Berchtesgadener Land in den sieben Jahren zuvor.

In diesem Zusammenhang erläuterte Peter Friedrich auch den Sinn und Zweck des Besucherlenkungskonzeptes für das Haarmoos, das vom LBV mit seiner Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach und der Fachbetreuerin Sabine Pröls initiiert worden war. In vorbildlicher Zusammenarbeit mit dem Europäischen Förderprogramm LEADER, der Regierung von Oberbayern, den Bayerischen Staatsforsten, dem Landratsamt und den örtlichen Kommunen wurde das Projekt auf den Weg gebracht. Durch die Trägerschaft und wesentliche Mitfinanzierung der Gemeinde Saaldorf-Surheim und der Stadt Laufen wurde es letztlich umgesetzt.

Mit diesem Konzept werden Wanderrouten mit drei Informationsstellen angeboten, die dem interessierten Vogelfreund das Haarmoos erschließen und andererseits die Tierwelt nicht stören und die Pflanzenwelt schonen.

Das Ziel des Konzeptes sei, so Friedrich, nach den Beobachtungen der Kreisgruppe insgesamt erreicht. Umso ärgerlicher seien einzelne unliebsame „Quergänger“, zum Beispiel ein Hundeführer in der Fläche oder ein großer Lenkdrache, die die hochempfindlichen wiesenbrütenden Vögel sehr beunruhigen oder gar vertreiben können.

- P.F. (Bericht im R’haller Tagblatt v. 20. April 2016) 

Informationen zum Haarmoos gibt es auf der LBV-Kreisgruppen-Homepage

www.berchtesgadener-land.lbv.de


Die Brachvögel sind da!

Die Kreisgruppe B'gadener Land im Vogelschutzbund Bayern hatte Mitglieder und Vogelfreunde am Samstag, 19. März 2016, zu einer etwa dreistündigen, geführten Erkundungs-Exkursion 

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

ins Haarmoos eingeladen, um den Großen Brachvogel, Kiebitz und andere Wiesenbrüter nach ihrer Winterreise zu beobachten.

Leitung: Karl Gugg

In Anbetracht der frühen Jahreszeit über-raschte die Vielfalt unserer gefiederten Freunde dann doch. Lachmöwe, Silberreiher, Mäusebussard, Rotmilan, Rabenkrähe, Elster, Schwarzspecht, Fasan, Feldlerche, Amsel, Star, Kleiber, Kohlmeise und Buchfink. Weiter der Stieglitz (Vogel des Jahres), Goldammer (1), Wiesenpieper (3), Schwarzkehlchen (1), Kiebitz (2), Wanderfalke (1), Rostgänse (2) und unser Großer Brachvogel mit sieben Sichtungen.

Und alle freuten sich, so kurz vor den Osterfeiertagen mehrere Feldhasen beim "Paarlauf" beobachten zu können.

Die nächste Exkursion ins Haarmoos findet am 9. April 2016 unter der Leitung von Peter Friedrich statt.

- J.G.   

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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