„Mythos Darß“ - ein imposanter Lichtbildvortrag des Naturfotografen Richard Winkler beim LBV-Treff

Foto: LBV
Foto: LBV

Zu einem faszinierenden LBV-Treff mit einem Lichtbilder-Vortrag von Richard Winkler zum „Mythos Darß“ hatte die LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land in den Gasthof Bürgerbräu nach Bad Reichenhall am  07. Nov. 2018 eingeladen.

Peter Friedrich, vormaliger Vorstand der Kreisgruppe, begrüßte in Vertretung des neugewählten Vereinsvorsitzenden Mag. Anton Wegscheider herzlich die sehr zahlreich erschienenen Gäste der Veranstaltung. Bereits die einleitenden Worte zur Vorstellung des Referenten Richard Winkler - ein passionierter und äußerst talentierter Naturfotograf - stimmten auf einen spannenden Vortrag mit eindrucksvollen Bildern zum Kranichzug und der Hirschbrunft im National-park Vorpommersche Boddenlandschaft ein.

Von der Einmaligkeit der Naturschönheiten im äußersten Nordosten der Republik zeugten stimmungsvoll schon die ersten Fotografien Richard Winklers, die bei-spielsweise den Darßwald und seine tierischen Bewohner zeigten. Der Wald war bereits beliebtes Jagdrevier der Schwedenkönige und in Zeiten der DDR in weiten Teilen unzugänglich. Dadurch blieb eine einmalige Natur erhalten und macht den Buchenwald am Darß zu einem großen und wichtigen Rückzugsgebiet für eine reiche Tierwelt.

Ebenso eindrucksvoll vermittelte Richard Winkler durch seine Bilder die Landschaft-liche Vielfalt und Schönheit des Nationalparks, zum Beispiel wilde Küstenabschnitte der Ostsee am Darß oder in der Sonne glitzernde Boddengewässer am Fischland Darß-Zingst.

Der Darß, bereits 1992 zum Nationalpark erhoben, ist der größte Kranichrastplatz Mitteleuropas. Die Küstengewässer des Nationalparks bieten durch große Flach-wassergebiete ideale Bedingungen für die Rast der Kraniche. Im Frühjahr auf dem Weg in den Norden, aber vor allem im Herbst auf dem Zug nach Spanien und Südfrankreich machen Tausende dieser Großvögel Rast in der Region.

Bei Sonnenuntergang fliegen bis zu 70.000 Kraniche, auch bekannt als „Vögel des Glücks“, zu ihren Schlafplätzen. Sie können täglich beobachtet werden und alljährlich zieht das beeindruckende Naturspektakel neben Vogelfreunden und Naturliebhabern auch viele Fotografen an. Die Sprache der imposanten Bilder von Richard Winkler, mit brillanter Motivwahl und herausragend eingefangener Dynamik, vermittelte sicher Einigen den Eindruck, den trompetenden Ruf des Kranichs fast hören zu können.

Auch die Bilder zur nicht minder beeindruckenden Hirschbrunft im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zogen die Vortragsbesucher in ihren Bann. Die Anfang September beginnende Brunft des Rothirsches lässt sich mit etwas Glück auch am Meer und in den Schilfgürteln der Boddengewässer beobachten, was die Bilder von Richard Winkler gelungen bewiesen.

Trotz all der bildgewaltig vermittelten Faszination für die Schönheit der Natur und dem Genuss eines herrlichen Bildvortrages blieb ebenso die notwendige Sensibilisierung für die Bedrohung und Schutzwürdigkeit der Natur des Nationalparks nicht außen vor. Davon zeugten einige Bilder mit im Meer und den Gewässern umher schwimmenden Müll.

Welch große Begeisterung für den „Mythos Darß“ der Bildvortrag im Publikum hervor-gerufen hatte, zeigten zum Abschluss vor allem zahlreiche konkrete Nachfragen zu Beobachtungsempfehlungen vor Ort an den Referenten und weitere Tipps für die Region als interessantes Reiseziel für Naturliebhaber.

Abschließend ein herzliches Dankeschön an Richard Winkler für diesen spannenden Abend mit seinem eindrucksvollen Bildvortrag und für die Zukunft auch weiterhin das notwendige Glück, den genau passenden Moment fotografisch einzufangen.

- K.R.

(Presseartikel im R'haller Tagblatt vom 16.11.2018)


"NAH AM WASSER GEBAUT" – LBV-Treff zu aktuellen Naturschutzproblemen in Bad Reichenhall und Umgebung

Zu ihrem regelmäßig stattfindenden LBV-Treff hatte die Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesbund für Vogelschutz (LBV) am 24.10.2018 zum Thema „Aktuelle Natur-schutzprobleme in Bad Reichenhall und Umgebung“ nach Bad Reichenhall in den Gasthof Bürgerbräu eingeladen. Als Referent konnte dafür Dr. Wolf Guglhör, Umwelt-Referent des Bad Reichenhaller Stadtrates, begrüßt werden.

Den sprichwörtlich „Roten Faden“ durch die erörterten Problematiken bildete dabei gewissermaßen die Saalach. Untrennbar gehört im geografischen, historischen und städtebaulich aktuellen Kontext dieser Fluss zur Stadt Bad Reichenhall. Das be-siedelte Gebiet im Reichenhaller Tal ist seit jeher „nah am Wasser“ der Saalach gebaut. Was sich für die Reichenhaller und ihre Gäste zum Beispiel für die Nah-erholung als großer Profit erweist, bringt andererseits auch zahlreiche negative Auswirkungen für den urbanen Raum mit sich. So ging Dr. Guglhör beispielsweise auf das Thema vergangener Hochwasserereignisse an der Saalach und notwendigen und leistbaren Hochwasserschutz in diesem Zusammenhang ein. Rege beteiligten sich dabei die Veranstaltungsbesucher an der Diskussion, in welchem Maße eine natür-liche Fließgewässerdynamik möglich und realisierbar sei.

Weitere Naturschutzprobleme, die an diesem Abend angesprochen wurden, waren Maßnahmen zur Verringerung der Verkehrsbelastung in und um Bad Reichenhall (Kirchholz- und Auentunnel, Radwegekonzept der Stadt Bad Reichenhall u.ä.) sowie die Wasserkraftnutzung an der Saalach. Da sich die jeweiligen Bauvorhaben aktuell noch in behördlichen Planungs- bzw. Prüfungsphasen befinden, wird erst die Zukunft zeigen ob negative Auswirkungen auf die Natur und damit die Lebensqualität in Bad Reichenhall zu befürchten oder sogar vermeidbar sind.

Erfreut zeigte sich Dr. Guglhör zum Abschluss der Veranstaltung über das Interesse und Problembewusstsein der Veranstaltungsteilnehmer und deren rege Diskussions-beteiligung. 

- K.R. / LBV

(Presseartikel im R'haller Tagblatt vom 13.11.2018)


Den Fledermäusen auf der Spur

Foto: J. Goldmann
Foto: J. Goldmann

 

Abendliche Wanderung des Landes-bunds für Vogelschutz (LBV)

 

Zur abendlichen Fledermaus-Exkursion am 3. August 2018 in der Bad Reichen-haller Nonner Au konnte Peter Friedrich vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) rund 40 Teilnehmer begrüßen, dabei auch „Abordnungen“ der LBV-Kinder-gruppen Bad Reichenhall und Traunstein.

Zunächst klärte LBV-Expertin Friederike Herzog aus München über Lebensraum und Lebensweise der im Talkessel heimischen Tiere auf. Dabei ging sie auch auf den Rückgang ihrer Hauptnahrungsquelle, der Insekten, ausführlich ein. Im Anschluss wanderte die Gruppe gemütlich zur Brücke über den Hosewaschbach. Dort flitzten zahlreiche Exemplare der Wasser- und Zwergfledermaus umher, beziehungsweise konnten mit dem sogenannten „Bat-Detektor“ gehört werden. Der Große Abendsegler ließ sich diesmal aber nicht am Bachufer blicken.

Durch die Hurra-Rufe der Kinder und das Taschenlampenlicht ließen sich die auf der Jagd befindlichen Fledermäuse nicht stören, denn sie sehen nur ganz schwach und orientieren sich bei ihren atemberaubenden Flugkünsten mittels eines durch Ultra-schall verschafften exzellenten Hörbilds.

Auf den Heimweg nutzte Christian Kessel von der Reichenhaller Bauminitiative die Gelegenheit zu zeigen, wo ein von der Stadt vorgesehener Radweg quasi „mitten durch den Wald“ angelegt werden soll, eine nach Meinung der Naturschützer sehr kritikwürdige Planung.

Anschließend dankte Peter Friedrich Frau Herzog für die gelungene Führung mit einem Buchpräsent und wies auf die in diesem Jahr letzte Fledermaus-Exkursion am Samstag, 25. August, hin. Treffpunkt ist wieder um 20 Uhr am Wetterhäuschen beim Nonner Steg. Der LBV freut sich über das rege Fledermaus-Interesse.

- P.F.


 

Besuch des Lehrbienenstandes des Imkervereins Freilassing und Umgebung e.V., Freilassing-Nord, Untereichet 7 am 21. Juli 2018

Herr Stefan Ammon, Vorsitzender des Lehrbienenstandes, führte uns in einem fundierten und fesselnden Vortrag in das faszinierende Leben der Honigbiene ein. Vieles von dem war den Teilnehmern überhaupt nicht bewusst. Entsprechend intensiv war die Diskussion, wobei die Gefährdung dieser Spezies - Stichwort „Varroamilbe“- nicht unerwähnt blieb. Daß dann die nächsten Verwandten der Honigbiene (Wildbienen, insbesondere Hummeln) und das aktuelle Insektensterben zur Sprache kamen, war abzusehen.

Anschließend gab es noch eine zusammenfassende  Filmvorführung und einen praxisnahen Einblick von Günther Hollmotz in die Arbeit und Pflege am Bienenstock. Vielleicht lag es am Regen oder dem „Smoker“, daß wir alle ohne Blessuren davonkamen. 

Die Bedeutung der Honigbienen wird vielfach unterschätzt.

  • Die Bestäubungsleistung der Honigbiene hat weltweit einen Wert von etwa 150-200 Milliarden Euro
  • Honigbienen garantieren durch die Bestäubung in hohem Maße der Fruchtertrag in der freien Natur und damit auch die Ernährung vieler Wildtiere
  • Ebenso unverzichtbar ist die Bestäubungsarbeit der Wildbienen wie die Hummel. Bis zu 80% sind sie die wichtigsten Bestäubungsgaranten unserer Kultur- und Wildpflanzen

"Wenn die Bienen von der Erde verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben" (Albert Einstein)

Zum Abschluß gab es von Frau Ammon ein köstliches Butterbrot mit … natürlich mit Honig von eigenen Bienen.

Wir waren uns einig, diesen faszinierenden Einblick in das Leben der Bienen auf jeden Fall zu wiederholen.

- J.G.

P.S.:

Weitere Infos und ein Verzeichnis aller

Imker-Vereine in Bayern finden Sie unter

www.imker-bayern.de


"Abtsee-Roas" - Biosphärentag am Abtsdorfer See

Zum 3. Biosphärentag hatte am 1. Juli 2018 die Biosphärenregion Berchtes-gadener Land gemeinsam mit der Gemeinde Saaldorf-Surheim und der Stadt Laufen an den Abtsdorfer See zur "Abtsdorfer See Roas" einge-laden.

 

Rund um den See wurde den Besuchern an verschiedenen Standorten entsprechend dem Motto "Wir sind Biosphäre!" gezeigt, dass die Biosphärenregion eine UNESCO -"Modellregion für nachhaltige Entwicklung" ist, in der die Nachhaltigkeit vorbildlich in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen umgesetzt wird.

Die LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land präsentierte ihren vielfältigen Einsatz für den Natur- und Umweltschutz an der Station "Naturschutz mit Weitblick" mit einem Infostand und Aktivitätsangeboten für kleine und große Interessierte am Stand der Naturschutzjugend NAJU.

Im einzigartig schönen Panorama vom See bis zu den Gipfeln der Berge konnten die Besucher an dieser Station einen direkten Blick in das unmittelbar angrenzende Haarmoos genießen und sich unter anderem zur aktiven Naturschutzarbeit des Vereins im Haarmoos, Südostbayerns größtem Wiesenbrütergebiet, informieren.

Chefsache !!!
Chefsache !!!

  

Aber auch die Themen Nachhaltigkeit im Garten und Artenschutz stießen auf großes Interesse. So berichteten zahlreiche Besucher am Stand mit Freude beispielsweise von ihren eigenen Vogel-beobachtungen an Futterstellen im Hausgarten, dem Vorkommen vom Igel  im eigenen Garten oder mit Stolz, dass bei ihnen Fledermäuse oder Schwalben "dahoam" sind.

Am Stand der NAJU bereitete vielen Kindern das Ausmalen von Habichtsmasken große Freude. Dabei entstanden vielfältige bunte Phantasie-Habichtsmasken aber auch erstaunlich naturgetreue Masken vom Vogel des Jahres 2015 und die kleinen Künstler konnten eine Menge Interessantes über diesen Greifvogel erfahren. Große und kleine mutige Besucher hatten außerdem die Gelegenheit nur durch Ertasten in den Fühlkisten festzustellen, welche Dinge in den Wald gehören und welche nicht.

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

Auch das hervorragende Wetter an diesem Sonntag trug dazu bei, dass der dritte Bios-phärentag als voller Erfolg bezeichnet werden kann und allen Beteiligten, die zum Gelingen der Abtsdorfer See Roas beigetragen haben sowie den wirklich zahlreichen Besuchern an diesem Tag sei für ihr großes Interesse ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

- K.R.


Zweite geführte LBV-Wiesenbrüter-Exkursion am 26. Mai 2018

  

Trotz Badetemperaturen, aber somit bei herrlichem Sonnenschein, fanden sich zu früher Stunde doch

rund 10 interessierte Personen bei der Infotafel am Abtsdorfer See ein, um noch einmal nach den Wiesenbrütern Ausschau zu halten.

Fotos: J. Goldmann (zum Vergrößern bitte anklicken) 

Unter der Leitung von Melanie Tatzmann, Wiesenbrüterbeauftragte für das Haarmoos, führte die gemütliche Wanderung bis ins Zentrum des Gebietes. Sie erzählte über den Schutzstatus, das Flächenmanagement und erwähnte auch die Problematik bei zu frühen Schnittzeitpunkten und bei der Gülleausbringung. Die einzelnen bodenbrütenden Arten wurden anhand von Steckbriefen erklärt und auf Bildern gezeigt. 

Zu allererst, und wie sollte es anders sein, präsentierte sich der große Brachvogel - anhand seiner doch stattlichen Größe ist er noch am leichtesten zu finden. Aber auch kleine Wiesenbrüter konnten aus nächster Nähe bestaunt werden: ein Schwarz-kehlchen Pärchen zeigte sein unterschiedliches Gefiederkleid nahe auf einer Weide sitzend. Ebenso aus nächster Nähe konnten die interessierten Vogelfreunde ein Rohrammer Pärchen betrachten. Das lebhafte und abwechslungsreiche Geschwätz der Sumpfrohrsänger begeisterte die Gruppe und begleitete sie durch das gesamte Gebiet hindurch. Überhaupt nicht scheu präsentierte sich eine Goldammer auf einer Birke und erfreute durch ihren Anblick und den unverkennbaren Gesang. Auch der Wiesenpieper zeigte eindrucksvoll seinen typischen Balzflug und etwas weiter weg zog eine kleine Gruppe Kiebitze im Flug vorbei. 

Entgegen des Betretungsverbotes der Wiesen im Haarmoos konnte die Gruppe am Rückweg eine Person mitten im Grünland entdecken – und der Umstand ließ sich jedoch schnell aufklären: Ein ortsansässiger Jäger suchte zusammen mit seinem Hund nach Wild, den die Mahd stand für den nächsten Tag an. Großes Lob an den Landwirt , der hier vorbildlich agierte. 

Zu all den Wiesenbrütern kam die bunte Blütenpracht im Haarmoos, das Quaken der Frösche, die verschiedenen Schmetterlinge und Insekten. All das zusammen ließ diesen Vormittag wieder zu einem wahrhaften Naturerlebnis werden.

- M.T.


Steinadlerbeobachtung im Wimbachgries unter der Leitung von Mitarbeitern des Nationalparks Berchtesgaden

Fotos: J.Goldmann (mit Klick vergrößern)
Fotos: J.Goldmann (mit Klick vergrößern)

 

6. Mai 2018

Leider keine Steinadler-Sichtung! Hochnebel / Wolken am Berg bis zum Adlerhorst. Dafür haben wir viel Wissenswertes von einer Mitarbeiterin des Nationalparks erfahren.

(Wiedergabe ohne Gewähr)

  • Das Steinadler-Projekt gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten und geht weit über den Nationalpark hinaus.

  • Überwacht werden 16 Reviere, 12 davon in Bayern und 4 im angrenzenden Österreich.

  • Im letzten Jahr 11 Jungadler in 14 besetzten Revieren dokumentiert, am Untersberg und Wimbachtal sogar erfolgreiche Doppelbruten.

  • Der Steinadler ist die für den Nationalpark wertgebende Art.

  • Derzeit gibt es rund 1.300 Revierpaare im Alpenraum, 45 davon in den bayerische Alpen.

  • Hohe Sterblichkeit (ca. 75%) bis zum Erreichen der Geschlechtsreife im Alter von etwa sechs Jahren. Fehlende Flugfähigkeit sowie mangelnde Jagd-erfahrung stellen die größte Gefahr dar.

  • Steinadler können bis zu 30 Jahre alt werden. Eine Bedrohung stellt bleihaltige Munition dar, deren Verwendung im Nationalpark seit Jahren definitiv nicht mehr zulässig ist.

  • Bis Anfang des letzten Jahrhunderts wurde der Steinadler fast bis zur Ausrottung bejagt.

  • Das Beutespektrum reicht von der Maus bis zum Steinbockkitz. Fallwild, Dackel und Katze werden nicht verschmäht.

  • Freiwillige Vereinbarung mit den hiesigen Gleitschirmfliegern, ab Mitte Februar bis Ende Juni bestimmte Gebiete großräumig zu umfliegen.

Ein wahres Blumenparadies im Wimbachtal. Einige von uns sind dann noch weitergewandert.

Grenzwertig allerdings ist die derzeitige Parkgebühr >>

- J.G.


Wasseramseln an der Berchtesgadener Ache und Vogelstimmen im Bergwald

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

Eine naturkundliche Wanderung mit Frau Dr. Gabi Heck

 

Am Samstag, den 21. April 2018 habe ich für interessierte Vogelfreunde eine Wanderung an der Berchtesgadener Ache unternommen. Wir begannen am Parkplatz der Kugelmühle, wo der Bach von der Almbachklamm in die Ache mündet.

Auffallend war, dass dieses Jahr sehr selten eine Wasseramsel zu sehen bzw. zu hören war. Ob sich die Wasserqualität verschlechtert haben könnte, ist natürlich die Frage. Weitere Beobachtungen sind wohl notwendig. Bereits vor Wochen fiel mir ein gewölbtes Blech im Bach auf, was unsachgemäß entsorgt worden war. Zu meiner großen Freude wählte nun ausgerechnet eine Wasseramsel dies als Nistplatz aus.

Sie flog auch gleich, als unsere Gruppe ankam, zu ihrem Platz und war gut zu beobachten. Wasseramseln sind leicht zu übersehen. Zum einen fliegen sie nur knapp und sehr schnell über dem Wasser und geben dabei nur einen kurzen, leisen Pfiff ab. Wenn sie ruhen, hält man sie mit ihrer weißen Brust für einen Stein. Ein paar hundert Meter weiter wurde der Holzsteg, unter dem jahrelang mehrere Wasseramselnester existierten, durch einen lauten Blechsteg ersetzt. Ein Jahr lang befand sich noch ein neues Nest darunter. Nun ist kein Nest mehr zu finden. Nur mehrere hundert Meter weiter am Wasserwerk füttert noch eine Wasseramsel, deren Nest ist aber nicht einzusehen.

Im weiteren Verlauf der Wanderung war gerade die Singstunde der Mönchsgras-mücken. Eine von ihnen ließ sich auch sehr gut beobachten. Singdrosseln, Amseln und Rotkehlchen waren auch gut zu hören. Nur der von mir erwartete Zaunkönig ließ sich nicht sehen und verweigerte jeglichen Gesang.

Am Ende der Wanderung erhielten wir noch ein Flötenkonzert. Bettine Clemen,  eine weltbekannte Musikerin, spielte auf drei unter-schiedlichen Flöten in der Hoffnung, von den Vögeln eine Antwort zu erhalten. Sie hält mit ihren Flöten auch Zwiegespräche in Afrika mit Elefanten und Löwen. Die Vögel hier haben bedauerlicherweise nicht darauf reagiert.

- G.H.


Geführte Exkursion zur Auerhahn-Balz

Fotos: J. Goldmann (Nähe Adlgaß am 14. April 2018)
Fotos: J. Goldmann (Nähe Adlgaß am 14. April 2018)

Leitung: Mag.Toni Wegscheider, Biologe

E-Mail: anton.wegscheider@gmx.de


Wiesenbrüterführung ins Haarmoos

Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken!

 

Jede Menge Beobachtungen bei herrlichem Wetter im Haarmoos

 

Selten haben die Vogelfreunde des LBV und zahlreiche Gäste in so kurzer Zeit so viel zu hören und zu sehen bekommen wie bei der Haarmooswanderung am

07. April 2018 mit der Wiesenbrüter-Beraterin Melanie Tatzmann und dem Kreisgruppenvorsitzenden Peter Friedrich.

Schon gleich nach dem Start um halb neun Uhr vom Parkplatz am Abtsdorfer See waren die ersten Großen Brachvögel zu hören und dann in vollem Eifer zu sehen, offensichtlich noch auf der Suche nach dem besten Brutplatz. Bei vorsichtiger Schätzung waren es acht bis zehn Individuen.

Melanie Tatzmann erzählte bei den eingelegten Gehpausen aus ihrer nunmehr einjährigen Erfahrung als Wiesenbrüterbeauftragte, während Brachvögel, Wiesenpieper, eine Rohrammer, mehrere Kiebitze zu beobachten waren und ein Schwarzkelchen-Pärchen sich demonstrativ gemeinsam auf einen Weidenstrauch präsentierte.

Peter Friedrich streute dabei Informationen aus seiner handgestrickten Statistik über die Bestandsentwicklung der verschiedenen Vogelarten in den letzten 10 Jahren ein.

Lustig war zu beobachten, wie zwei Rabenkrähen einen Fuchs quer übers Feld aus ihrem vermeintlichen Revier vertrieben.

Und über allem kreiste der am Rande des Haarmooses wohl beheimatete Rotmilan und später  - wie selten! -  ein Schwarzstorch. Ob die beiden sich irgendwie vertragen oder respektiert haben, das konnten wir nicht mehr beobachten.

Ein Gedankenaustausch mit „dem“ Flächenpfleger des LBV, Hans Hofmeister auf seinem Hof mit durchaus kritischen Einlagen, war für die Teilnehmer sehr interessant hinsichtlich des komplizierten Pflegekonzeptes der Wiesenbrüterflächen.

Vor der Begehung des eigentlichen Schutzgebietes hatte Peter Friedrich auf der Beobachtungsplattform die Begründung und die Entstehung des Besucher-Lenkungskonzeptes erläutert. Und wie um dessen Sinn und Zweck zu verdeutlichen, ließen sich die vielen beobachteten Vögel auch durch die erfreulich starke Besuchergruppe überhaupt nicht stören, weil man sich eben streng an den empfohlenen Wanderweg hielt.

Die vorgegebene Dauer der Wanderung wurde von mehreren Teilnehmern deutlich verlängert, so erlebnisreich war dieser schöne Samstagvormittag.

- Melanie Tatzmann / Peter Friedrich


LBV-Treff „Vom Steinadler bis zum Käuzchen“

Foto: J. Goldmann
Foto: J. Goldmann

21. März 2018

„Vom Steinadler bis zum Käuzchen“ war das Thema eines Vortragabends der Kreisgruppe Berchtesgadener Land im Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V.

 

Wolfgang Czech und Christian Oechsner berichteten in einem begeisterndem und informativen Lichtbildervortrag über Vorkommen von Greifvögeln und Eulen in unserem Landkreis und über ihre oft unbekannte, auch heimliche und spannende Lebensweise.

Der Vorsitzende Peter Friedrich hatte zur Einführung mit persönlichen Beispielen darauf hingewiesen, dass beim Auffinden von verunglückten oder abgekommenen Beutegreifern Hilfe zwar sehr wichtig sei, dass dabei jedoch viel falsch gemacht werden könne.

Auch diesbezüglich gaben die Referenten wertvolle Tipps und Auskünfte zur Beobachtung und für den Fall notwendiger Hilfe für verunglückte Vögel.

Hinweis des LBV dazu: Ansprechpartner bei Unfällen mit Wildvögeln dieser Arten

ist die Polizei, der zuständige Jagdbeauftragte oder die Untere Naturschutz- bzw Jagdbehörde im Landratsamt unter der Telefonnummer: 08651-773-0.

 

Peter Friedrich

Vorsitzender der LBV Kreisgruppe Berchtesgadener Land 

Bildunterschrift:

Falkner Wolfgang Czech beim LBV im Gasthof Bürgerbräu mit der Uhu-Dame Bubi aus seinem Adlergehege am Obersalzberg.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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