Unser Wiesenbrütergebiet Haarmoos

 

Das Haarmoos ist eine unserer ältesten und schönsten Flächen mit über 50 ha Eigentumsfläche, die jährlich durch ansässige Landwirte nach Vorgaben des LBV naturschutzfachlich gepflegt werden - zum Schutz sowie zur Förderung  der seltenen Wiesenbrüter und sind als Fauna-Flora-Habitatgebiet von euro-päischer Bedeutung. Nicht alles kann im Haarmoos mit Maschinen gepflegt wer-den. Hier helfen ehrenamtliche Mitarbeiter des LBV bei Entbuschungsaktionen und der Grabenräumung mit.

Fotos: Goldmann
Fotos: Goldmann

 

Eine weitere Schutzmaßnahme ist die Besucherlenkung im Haarmoos mittels Informationstafeln und Beobachtungs-punkten. Besonders sensible Bereiche sollen auf diese Art und Weise von störenden Einflüssen weitgehend freige-halten und geschützt werden, ohne daß dadurch das Naturerlebnis "Haarmoos" beeinträchtigt wird.

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Gebietsbeschreibung

Das Haarmoos westlich des Abtsdorfer Sees bei Laufen im oberbayerischen Land-kreis Berchtesgadener Land stellt das bedeutendste Wiesenbrütergebiet Südost-bayerns dar. Es hat eine Gesamtfläche von ca. 400 ha und gehört als Feuchtgebiet   zu den gefährdetsten Lebensräumen.

Die Entstehung des Haarmooses begann vor ca. 10 000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit, als sein heutiges Gebiet nach dem Abschmelzen der Gletschermassen von einem  flachen See bedeckt war. Durch Verlandung des Sees bildete sich zunächst ein Niedermoor, welches sich normalerweise zum Hochmoor weiterentwickelt hätte. Da aber der Salzburger Landesherr Fürstbischof Hieronymus im 18. Jahrhundert die Flächen durch Entwässerungsmaßnahmen für die Bauern urbar machen ließ, ent-stand ein artenreiches Feuchtgebiet.

 

Der Landesbund für Vogelschutz hat im Haarmoos bereits etwa 60 Hektar Natur-schutzflächen angekauft. Die feuchten Wiesenflächen beherbergen viele boden-brütende Vogelarten wie Kiebitz, Großer Brachvogel, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Bekassine, Feldlerche und Wachtelkönig, die allesamt auf der Roten Liste Bayerns stehen. Neben extensiv genutzten Feuchtwiesen finden sich im Haarmoos intensive Glatthaferwiesen, Niedermoorflächen sowie kleine Gehölzgruppen und bruchwald-artige Feuchtwäldchen. Dementsprechend vielfältig ist die Flora mit zahlreichen seltenen und geschützten Arten wie z.B. Knabenkraut, Trollblume, Sonnentau und Moosbeere.

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