"Besser leben ohne Plastik ?!"

12. November 2016

Plastik ist mittlerweile überall – aber geht es wirklich nicht mehr ohne? Diese und weitere Fragen zu diesem Thema diskutierten die  „Adleraugen“,  die Kinder der Naturschutzjugend im Vogelschutzbund LBV und der Tierschutzjugend im Tierheim in Bad Reichenhall. 

 

Zuerst waren die Kinder über das Thema „Plastik“ in ihrer Gruppenstunde erstaunt. Doch die Frage der Gruppenleiterin Uschi Moser: „Findet Ihr manchmal Plastikprodukte auch an Stellen, an denen ihr sie eigentlich nicht sehen wollt?“ machte allen schnell klar, dass Plastik und Natur leider kein Widerspruch mehr sind. Schnell kamen sie auf plastikverschmutzte Meeresstrände und viele qualvoll verendete Meerestiere zum Beispiel durch sogenannte „Geisternetze“,  herrenlos herumtreibende Fischnetze, zu sprechen. Doch auch in der nächsten Umgebung sieht es nicht besser aus.  PET-Flaschen, die achtlos weggeworfen in der Nonner-Au liegen, sind durch ihre lange Haltbarkeit von über 400 Jahren ein großes Problem.

Die Gesundheitsgefahr durch das sogenannte Mikroplastik wird den Menschen nur langsam bewusst. Die Kinder waren überrascht, dass es in Duschgels, Konserven-dosen, Autoreifen,  Kaugummis, Zahnpasten und vielen anderen täglichen Utensilien versteckt ist. Spätestens über die Nahrungskette landet es wieder bei den Menschen als Verursacher.

Um den Kindern bewusst zu machen, in welch erschreckend großem Umfang Plastik in unseren Alltag eingezogen ist, spielte Uschi Moser den Tagesablauf mit den Kindern durch. Gleichzeitig wurden Alternativen erarbeitet. Die Kinder überlegten beispielsweise Seifenstücke statt Flüssigseife, Mineralwasser-Flaschen aus Glas statt PET-Flaschen und Stoffbeutel statt Plastiktüten zu verwenden.

Ist nun mal das Plastik im Haus, kann es nach seinem ursprünglichen Verwendungszweck vielleicht noch mehrfach sinnvoll weiter verwendet werden. Hier gab die Leiterin einige Anregungen. Gefrierbeutel können ausgewaschen weiterverwendet werden und letztlich noch als Kotbeutel dienen, aus einer Plastiktüte können lange Streifen geschnitten und ein buntes Platz-deckchen gehäkelt werden, aus einem PET-Flaschenboden können die Kinder einen Stiftehalter basteln und eine leere PET-Flasche ist prima für ein Futtersilo zur Vogelfütterung geeignet. Diese Idee gefiel den Kindern sehr gut und wurde gleich begeistert umgesetzt und jeder stellt ein solches her. 

• Foto: Ine Schweer >> zum Link 

Nach dieser Vorbereitung auf den Winter verabschiedete Uschi Moser die „Adleraugen“ in die Winterpause und versprach, für nächstes Jahr wieder ein interessantes Programm auszuarbeiten.

- U.M.


Adleraugen backen Kekse mit Wau-Effekt

 

29. Oktober 2016

Leckere Verwöhnkekse für die Hunde des Tierheimes haben die „Adleraugen“, ein Zusammenschluss der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Tierschutzjugend Bad Reichenhall, in ihrer zurückliegenden Gruppenstunde hergestellt.

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

Verschiedene Teige mit den Hauptbestandteilen Hackfleisch, Käse und Leberwurst wurden von den Kindern zusammen-gemischt, liebevoll mit Plätzchenformen ausgestochen und im Backofen gebacken.

Die Wartezeit bis zur Fertigstellung überbrückten einige Kinder, indem sie gruselige Halloweenkürbisse für den Eingangsbereich des Tierheimes schnitzten. Zwischenzeitlich erzählte die Gruppenleiterin die Sage des Halloween-Brauches und eine Spielerunde verkürzte die Zeit bis zur Verteilung der Hundeleckerlis.

Der Duft der gebackenen Plätzchen machte zwei kleine Bäckerinnen neugierig und nach der Erlaubnis durch die Gruppenleiterin nahmen sie eine Kostprobe der ungewürzten Teilchen und verkündeten danach: „Auch für Menschen gar nicht so schlecht!“

Endlich fertig und abgekühlt durften die „Adleraugen“ einen kleinen Teil ihrer Plätzchenproduktion vorsichtig an die Hunde verfüttern. Den größeren Teil bekam die Leiterin, Frau Schwaiger-Weiß in Verwahrung und einige „Adleraugen“ nahmen eine Kostprobe für Ihre zu Hause gebliebenen Hunde mit.

- U.M.


Nager-Spielzeug für's Tierheim

17. September 2016

Wegen der Vorhersage von starkem Regen und Kälte für die Gruppenstunde der „Adleraugen“ , entschied sich Uschi Moser das geplante „Abenteuer im Auenwald“ abzusagen und stattdessen regengeschützt  Nagerspielzeug für die Tiere des Tierheimes mit den Kindern herzustellen. 

Voller Vorfreude auf die zu erwartende Bemühung der Hasen und Meerschweinchen um die versteckten Leckerbissen, fertigten die Kinder verschiedene Modelle für die Nager. So zogen die Kinder Leckerli auf Schnüren auf und  verarbeiteten Klopapierrollen zu Futterbällchen.  Dazu schnitten sie die Rollen in Streifen, schoben sie so geschickt übereinander, dass nach und nach ein Bällchen entstand, in das noch Lieblingsfutter platziert wurde.  Klopapierrollen wurden mit Futter gefüllt, großflächig gelocht und nach innen eingeklappt.  Viel Fingerfertigkeit verlangte den Kindern die Herstellung von Futterzöpfen ab.  Backpapierstreifen  wurden mit trockenen Leckerbissen gefüllt, verdreht und schließlich zu Zöpfen geflochten.

Und die Mühen wurden belohnt!  Frau Schwaiger-Weiss begleitete die Kinder zu den Nager-Käfigen, in die sie das Spielzeug legen oder am Gitter befestigen durften.  Die Neugierde der Tiere war stärker als die Bedenken vor den fremden Menschen und so untersuchten und beknaberten sie zur großen Freude der Kinder sofort das neue Spielzeug.

 - U.M.


Naturschutzjugend grenzüberschreitend aktiv !

19. Kinderfest, 11. September 2016

Im Zeichen der deutsch-österreichischen Freundschaft wurde die Reichenhaller Kindergruppe „Adleraugen“ zum weithin bekannten „Kindertag“ in das Freilicht-museum Salzburg eingeladen, um mit einem Bastelangebot das Kinderprogramm zu unterstützen. Das herrliche Wetter lockte 4400 Besucher und mehr als 2000 Kinder nach Großgmain. 

Unter Betreuung von Jochen Goldmann (LBV) und Mitgliedern der Kindergruppe gestalteten Kinderhände unterschiedlicher Altersstufen kunstvolle „Bilder aus Naturmaterialien“. Mit großer Begeisterung und sehr viel Kreativität wählten sie aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zweige, Moose, Beeren, Samen, außergewöhnlicher Steine und getrockneter Blüten und gestalteten damit ihre absolut sehenswerten Bilder. 

Der enorme Zulauf bestätigte auch nach 19 Jahren des „Kindertages“ die Organi-satoren des Freilichtmuseums. Die Aktiven der Kreisgruppe erhielten bereits jetzt wieder eine Einladung für das Kinderfest im nächsten Jahr.

- U.M.

Fotos: U.Moser/J.Goldmann
Fotos: U.Moser/J.Goldmann
(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!)
(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!)

"Adleraugen" beim Springkraut rupfen !

Foto: U. Moser
Foto: U. Moser

Einen sehr erfolgreichen Arbeits-einsatz hatten die Kinder der Gruppe „Adleraugen“,  einem Zusammen-schluss der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Tierschutzjugend Bad Reichenhall  bei ihrem letzten Gruppentreffen in der Marzoller Au.

 

16. Juli 2016

Das dort sehr stark verbreitete indische Springkraut war das Thema des Treffens. Bereits seit zwei Jahren „rupfen“ die „Adleraugen“ in der Nähe des Tierheimes ein kleines Areal, das mittlerweile nur noch wenig Springkraut aufweist. Es haben sich dort wieder Mädesüß, Taub- und Brennessel sowie andere  Pflanzen ihren Platz zurückerobert. Frau Wölfel vom Bund Naturschutz erklärte den anwesenden Kindern kurz den Hintergrund, weshalb sie heute bestimmte Pflanzen einmal ausreißen statt schützen oder pflanzen durften. 

Das rosa blühende Indische Springkraut stammt, wie der Name bereits vermuten lässt, aus Asien und wurde 1839 als Zierpflanze in englische Gärten eingeführt. Von dort hat es sich nach und nach über ganz Europa ausgebreitet. Das Indische Springkraut hat hier fast keine Fressfeinde und ist außerdem sehr anspruchslos. Es wächst überall und kommt mit fast allen Bedingungen zurecht. Somit ist es in der Lage, andere, heimische Pflanzen zu verdrängen wie es in der Marzoller Au bereits der Fall ist. Die Pflanzen müssen mit den Wurzeln ausgerissen werden, um ein Austreiben im selben Jahr zu  unterbinden. Die Erfahrung zeigt, dass die Plätze, die  im vergangenen Jahr  bearbeitet wurden, im nächsten Jahr deutlich weniger Bewuchs von Springkraut zeigen. Selbst während der Blütezeit ist es noch sinnvoll, gegen die Pflanzen vorzugehen. Sind die Samenkapseln aber schon reif, wenn man sie rupft, ist es zu spät, denn die Samen springen bis zu 10m weit und vermehren sich dadurch invasiv weiter. Wichtig war Frau Wölfel die Tatsache, dass kein Kampf gegen bestimmte Pflanzen geführt werden, sondern ein gesundes Gleichgewicht erreicht werden soll. Auch der Unterschied zu dem gelben Springkraut, das stehen bleiben darf, wurde besprochen. 

Nun bekamen alle Beteiligten Arbeitshandschuhe und dann gab es kein Halten mehr. Mit viel Eifer, aber auch Umsicht gegenüber den heimischen Pflanzen entfernten die Kinder die kleineren Springkrautpflanzen in ihrem „alten“ Gebiet. Das war relativ schnell erledigt und so kämpften sich die Kinder weiter auf bisher ungepflegtes Gelände. Hier kamen sie in einen regelrechten Springkrautdschungel, in dem die Pflanzen fast einen Meter höher als sie selbst waren! Es wurden Reihen gebildet, um die Mengen an Kraut ohne Schaden für die wenigen heimischen Pflanzen auf den Weg hinauszubringen und wieder Licht zu schaffen. Am Wegesrand wurden stattliche Häufen angesammelt, die vom städtischen Bauhof nach Rücksprache entsorgt werden.  Eine Pause mit Kuchen  stärkte die tüchtigen Naturschützer, die darauf-folgend begeistert auf den Häufen mit Springkraut herumhüpfen durften. Wie Frau Wölfel erklärte, ist es wichtig, das ausgerissene Kraut mehrfach zu knicken und möglichst zu zertrampeln, damit es nicht noch einmal austreibt. 

Müde und verschwitzt, aber sehr stolz auf ihre Leistung wurden die Kinder verab-schiedet und bekamen zum Dank noch Rezepte zur Verwendung von Springkraut-blüten mit nach Hause. 

- U.M.


R'haller Stadtfest am 2. Juli 2016

Fröhliche Stimmung, interessierte Kinder und wechselhaftes Wetter kennzeichneten die Bedingungen des Bastelstandes der“Adleraugben“ beim Stadtfest in Bad Reichenhall. Eingerahmt von dem Tombola-Stand des Tierheimes auf der einen Seite und dem Info-Stand des Landesbund für Vogelschutz (LBV) auf der anderen Seite, bastelten die Kinder vor der Ägidi Kirche „Seed Bombs“. Diese aus Erde, Ton und Samen bestehenden Kugeln können auf Brachflächen in der Stadt ausgelegt werden, um mehr blühende Flächen für Insekten in dem urbanen Bereich zu schaffen. Am Nachmittag beendete leider ein Gewitter frühzeitig die Aktionen der Kinder.

- U.M.


Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

25. Juni 2016

Das Thema Wasser und was in einem Bach lebt, hatten sich die „Adleraugen“ bei ihrer Gruppenstunde im Tierheim Bad Reichenhall vorgenommen. 

Zur fachkundige Unterstützung hatte die Leiterin der Gruppe die Biologin Katharina Stöckl von der TU München eingeladen, die für die Muschelkoordination in Bayern zuständig ist.

Nach der Begrüßung erklärte sie ihr Fachgebiet und war von dem vorhandenen Wissen und dem großen Interesse der Kinder erstaunt. Anschaulich erklärte sie das sehr empfindliche Ökosystem eines Flusses. Flussmuschellarven benötigen einen gesunden Fischbestand, um überleben zu können. Hier kam der Begriff „Fischtaxi“ ins Spiel: Die Muschellarven  klappen ihre gezahnten Schalenhälften auf und zu, sobald Fische in der Nähe sind und heften sich eine Zeit lang in die Kiemen oder an die Flossen von Bachforellen. Das Gewebe umwächst den kleinen Schmarotzer und bildet eine Zyste. Nach vollendeter Umwandlung platzt die Zyste auf, die fertige Jung-muschel fällt vom Wirtsfisch ab und sinkt auf den Gewässergrund. Auf diese Weise finden die Muschelbestände neue Standorte. 

Nach der Theorie machten sich die Kinder auf zum Weißbach. Dort angekommen, gab es kein Halten mehr. Mit Keschern und Becherlupen ausgestattet, wurde das Wasser sofort untersucht. Die jungen Forscher wurden für Ihren Fleiß belohnt: Bachflohkrebse, kleine Schnecken, Eintagsfliegenlarven und ein Strudelwurm fanden sich in den Keschern, die mit Begeisterung an Hand von Bestimmungskarten und mit Unterstützung von Kathi Stöckl  identifiziert wurden. Unter umgedrehten Steinen fanden sich  kleine Egel, Köcherfliegenlarven mit verschiedenen Behausungen und andere Bachbewohner. Die entdeckten Kleinlebewesen ließen darauf schließen, dass der Weißbach ein weitgehend unbelasteter Lebensraum für Wasserlebewesen ist. Eine kleine Runde mit Spielen bildete den Abschluss der Gruppenstunde.

- U.M.


Guerilla Gardening bei den „Adleraugen“

Foto: U. Moser
Foto: U. Moser

  

11. Juni 2016

Die Herstellung sogenannter „Seed-Bombs“ - Kugeln aus Erde, Ton, Wasser und Samen – war das Thema in der Gruppenstunde der „Adleraugen“. Die Samenbomben haben ihren Ursprung im Guerilla Gardening. Das ist eine Bewegung, die Anfang der 1970er Jahre in New York begann und sich allmählich auch über ganz Europa ausgeweitet hat. Ihre Mitglieder setzen sich mithilfe von Pflanz-aktionen für eine buntere Stadt ein.

 

In der letzten Gruppenstunde hatten die Kinder den Stieglitz kennen gelernt.  Dieser Vogel, der auch als Distelfink bekannt ist, ernährt sich gerne von Samen. Wegen abnehmender Blütenflächen wird sein  Lebensraum immer kleiner. Um ihn zu unterstützen und neue Blütenflächen anzulegen, war in dieser Gruppenstunde die Herstellung von sogenannten Seed-Bombs  das Thema. Dazu mischten die Kinder torffreie Erde, Katzenstreu (ersatzweise für Ton), BIO-Saatgut mit wenig Wasser und erstellten daraus nussgroße Kugeln. Während ihrer Arbeit überlegten sie schon mit Eifer, wo ihnen blütenarme Ecken der Stadt,  brachliegenden Flächen oder Baumscheiben einfallen, auf die sie die Samenkugeln auslegen könnten. Nach 2 Tage Trockenzeit sind die Kugeln einsatzfähig und in wenigen Wochen wird es vielleicht die eine oder andere blühende Überraschung geben. Darüber freuen sich natürlich auch Insekten und Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, das Uschi Moser noch näher vorstellte.  Eine spielerische Einlage zum Thema Schmetterlinge lockerte die verkrampften Finger der jungen Naturschützer und eine Pflanzgeschichte auf dem Rücken des Partners in Form einer Massage bildeten einen entspannenden Abschluss.

- U.M.


Aktionen zum Wettbewerb "Erlebter Frühling" des LBV

 

16. April 2016

Der Frühling ist wieder da und damit auch Zeit für die „Adleraugen“, ein Zusammenschluss der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Tierschutzjugend Bad Reichenhall, sich die erwachende Natur genauer anzusehen.

 

Diejenigen Kinder, die morgens vor Sonnenaufgang von den Gesängen der Gartenvögel geweckt werden, haben bereits bemerkt, dass die Vogelarten nacheinander mit ihren schönen Melodien beginnen und sich erst nach Sonnenaufgang zu einem großen Konzert vereinen. Aufgrund seiner schematischen Abfolge wird das auch als „Vogeluhr“ bezeichnet. Der Hausrotschwanz beginnt den Reigen. Für die Männchen ist es wichtig, mit ihrem Liebeslied für ein Weibchen nicht in der Fülle der Melodien unterzugehen und gleichzeitig den Rivalen den Anspruch auf ein Hoheitsgebiet zu symbolisieren.

Der LBV ruft alle auf, den ersten Kuckucksruf zu melden. Diese Bitte gab Uschi Moser auch an ihre Gruppe weiter und wollte bei dieser Gelegenheit von den Kindern wissen, weshalb der Kuckuck ihrer Meinung nach denn eigentlich seine Eier in fremde Nester legt. Von „er ist faul“ bis „er hat es eilig“ waren verschiedene Meinungen zu hören. Die Wahrheit ist aber, dass sein Lieblingsfutter aus haarigen Schmetterlingsraupen besteht, die als Futter für seine Jungvögel unverträglich ist sind.

Danach ging es um den Vogel des Jahres, den Stieglitz. Mit seiner roten Gesichts-maske und den gelbe Flügelstreifen war er sofort der Liebling der Kinder. Sein Gewicht entspricht gerade mal zwei 1 Euro Münzen.  Sein Zweitname „Distelfink“ erklärt nicht nur seine Futtervorliebe als Vegetarier, sondern auch einen Grund für seine Gefährdung. Blumenarme Wiesen und Ackerraine, Monokulturen, Gift und ordentlich abgeräumte Gärten im Winter lassen den Stieglitz nur mühsam Futter finden und engen seinen Lebensraum ein. Zusätzlich machen ihm Krähenvögel, Katzen und Vogelfang in südlichen Ländern das Leben schwer. Bei der Futter-aufnahme ist er sehr wendig , sie kann auch einmal kopfüber stattfinden. Die „Adleraugen“ versuchten nun mit unterschiedlichen Pinzetten und Greifwerkzeugen Samen aufzunehmen und probierten danach wie es sich anfühlt, wenn man kopfüber Leckerbissen schlucken möchte. 

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

Die Suche nach der Brennessel und der Taubnessel lockte die Kinder in die Au. Daniel Claus zeigte hier den Unterschied zwischen den Arten und erklärte einen ganz einfachen Trick wie man unbeschadet die Brennessel pflücken kann: Von unten her den Stiel anfassen, wobei die nach außen und oben stehen-den Nesselhaare umgeknickt werden und keinen Schmerzen verursachen können. Was man gegen schmerzende Quaddeln tun kann, sollte man sich doch einmal gebrannt haben, hatte schon ein „Adlerauge“ vor der Gruppenstunde gezeigt: Das Blatt eines Spitzwegerichs reiben und den Saft auf der schmerzende Stelle einmassieren. Daniel erstaunte die Kinder mit vielen weiteren Verwendungs-möglichkeiten dieser gesunden und vielseitigen Pflanze und ihrer Samen: In der Küche wird sie als Tee, Pesto, Suppe, Spinat und blanchiert als Salat verwendet, im Garten als Jauche gegen Ungeziefer und Futter für die Raupen und aus den langen Fasern kann der sogenannte Nesselstoff hergestellt werden.  In das Tierheim zurückgekehrt, sahen sich die kleinen Forscher die Brennessel noch unter der Lupe an.

Nach dieser Fülle an Informationen verabschiedete man sich voneinander bis zum nächsten Treffen im Tierheim am 07.05. zum Thema Wasser.

- U.M.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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