Was ist Upcycling?

11. November 2017

Wie kann ich Abfall einen neuen Sinn geben?

Mit dem modernen Schlagwort „Upcycling“ beschäftigten sich die „Adleraugen“ in ihrer letzten Gruppenstunde vor der Winterpause.

 

Einigen Kindern war „Upcycling“, bereits ein Begriff und es entstand ein fröhlicher Austausch von Ideen zur Herstellung von Geldbörsen, Weihnachtsdekoration und vielem anderen. Die Kinder wollten mit dem Beginn der kalten Jahreszeit gerne auch etwas für die Natur tun und stellten selbstgemachtes Fettfutter für Vögel her. Sie schütteten verschiedene Körner und Samen in geschmolzenes Kokosfett und füllten die Mischung anschließend in alte Joghurtbecher. Nach dem Erkalten wurden die Becher abgezogen und das fertige Fettfutter in ausgediente Gemüsenetze verpackt, um es so an Bäumen aufhängen zu können.  Basteln macht hungrig und deshalb gab es themengerecht  Sonnenblumenkerne als Knabberimbiß für die tüchtigen Bastler.

 

Langsam nähert sich wieder die Zeit, in der sich die Frage nach Geschenken stellt. Die „Adleraugen“ setzten auch hier „aus Alt mach Neu“ um.  Die Mädchen fertigten eine Haarbandaufbewahrung, in dem sie alte Klopapierrollen mit buntem Geschenkpapier beklebten und mit einem Aufhängeband versahen, während die Buben große PET-Flaschen zu Schirmbehältern umfunktionierten, die mit Bändern an Rückseite des Fahrersitzes im Auto aufgehängt werden können. Dazu schnitten sie den Boden der Flaschen ab und bohrten durch den Rand der Flasche Löcher für die Aufhängung, sodass der Kopf der Flasche nun zum Boden des Behälters wurde. Die farbliche Gestaltung konnten die Kinder zu Hause übernehmen.

 

Uschi Moser bedankte sich bei den Kindern für ihre fleißige Teilnahme an den Gruppenstunden wünschte ihnen eine fröhliche und erfolgreiche Zeit bis zum Wiedersehen im Frühjahr.

- U.M.


Halloweenkürbis basteln und Kürbismarmelade kochen

Fotos: U. Moser (mit Klick vergrößern!)
Fotos: U. Moser (mit Klick vergrößern!)

 

21. Oktober 2017

Der Kürbis und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten waren bei der Kindergruppe „Adleraugen“ das Thema der letzten Gruppenstunde.

 

Das aus Amerika kommende Halloween hat auch bei den „Adleraugen“ die Liebe zum Kürbisschnitzen geweckt. Das Wetter spielte mit und so konnte die große Gruppe auf der Terrasse des Tierheims mit heller Begeisterung und Unterstützung einiger Mütter die erschreckendsten Kürbisfratzen schnitzen. Nebenbei erfuhren sie ein Rezept, wie sie aus Kürbiskernen eine feine Knabberei herstellen lässt. Über das ausgeschnittene Material der Augen und Münder freuten sich die Batagame des Tierheims. Das schnellste Mitglied der Gruppe stellte mit Hingebung noch einen zusätzliche Halloweenkürbis für das Tierheim her, der sofort seinen Platz an der Eingangstreppe fand.

Uschi Moser, die Leiterin der „Adleraugen“, ließ die Kinder mitgebrachte Kürbis-marmelade probieren. Sie wurde von der Mehrheit für lecker befunden und so wurde ein Hokkaido Kürbis mit viel Kraft klein geschnitten und gekocht. Püriert, mit Gewürzen verfeinert und Einmachzucker versehen, hatten die Kinder nach einer halben Stunde eine schmackhafte Beilage für ihr nächstes Frühstück hergestellt. Auch hiervon bekam das Tierheim eine Kostprobe.

Nach so viel Konzentration tobten sich alle bei einer entschärften Form von Kürbis-Rugby auf dem nachgelegenen Fußballplatz aus.

Das letzte Treffen vor der Winterpause findet am 11.11. zum Thema „Was ist Upcycling“? statt.

- U.M.


„Adleraugen“ basteln Spielzeug für das Tierheim

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

7. Oktober 2017

Für Kurzweil bei den Nagern und Katzen des Tierheims sorgten die Mitglieder der Kindergruppe „Adleraugen“. Sie bastelten jede Menge Spielzeug – das teilweise fressbar war – für die Tiere.

Mit großem Eifer zerkleinerten die Kinder Äpfel, Karotten und Gurken für die Hasen. Die mundgerechten Stücke wurden probiert, für gut befunden und auf Bastschnüre gefädelt, die sie später im Gehege aufhängen durften. Danach fanden alte Socken eine neue Verwendung: Mit zusätzlichen Löchern versehen und mit Heu befüllt, wurden sie zum Zeitvertreib für die kleinen Nager. Über ein kaputtes Bettlaken freuten sich die kleinen Kätzchen. In viele kleine Streifen geschnitten und um die Ringe von alten PET-Flaschen geknotet, sah es einer kleinen Spinne ähnlich und konnte von den verspielten Kätzchen wunderbar hin und her geschubst werden. Klopapierrollen wurden mit Leckerlis gefüllt und so für die erwachsenen Katzen und Hasen vorbereitet. Unermüdlich verarbeiteten die „Adleraugen“ ausgedientes Material zu Spielzeug und gaben ihm damit einen neuen Sinn. Allerdings waren sie so produktiv, dass gar nicht alles gleich verteilt werden konnte. Das Personal des Tierheims freute sich zum Ende der Gruppenstunde, noch Reserve zu haben und so den Tieren auch in nächsten Tagen noch lustige Abwechslung bieten zu können.

Beim nächsten Treffen am 21.10. werden Halloweenkürbisse geschnitzt und Kürbismarmelade hergestellt.

- U.M.


„Adleraugen“ im Tierheim aktiv

 

Learning by doing – so oder ähnlich könnte das Motto des vergangenen Gruppentreffens der „Adleraugen“ gelautet haben. Sie besichtigten das Tierheim in Bad Reichenhall unter Leitung von Frau Schwaiger-Weiß und durften danach sofort mithelfen, die Tiere zu füttern und zu versorgen.

 

 

16. September 2017

Nach der herzlichen Begrüßung verlor Frau Schwaiger-Weiß keine kostbare Zeit und begann sofort, die Räume der verschiedenen Tiere mit den schon ungeduldigen Kindern zu besichtigen. Gleichzeitig gab sie wichtige Tipps.

So sind bereits die ersten kranken Igel-Leichtgewichte im Tierheim abgegeben worden. Frau Schwaiger-Weiß betonte, dass die Kinder nicht versuchen sollten, einen untergewichtigen Igel ohne fachliche Hilfe aufzupäppeln. Das Tierheim ist gut vorbereitet auf die Kleinen. Sie werden zuerst untersucht und es wird versucht herauszufinden, weshalb sie tagsüber aktiv sind bzw. nicht ihr Wintergewicht erreicht haben. Danach werden sie entsprechend ihrem Gesundheitszustand so versorgt, dass sie den Winter überleben können.

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

Nach der Runde hatten die Kinder die Wahl, ob sie die Tierheimkräfte bei den Nagetieren oder den Katzen unterstützen wollten. Die männlichen „Adleraugen“ entschieden sich allesamt für die Nagetiere, während die Mädchen die Katzen versorgen wollten – gesagt, getan. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und bekamen zwischendurch immer wieder hilfreiche Hinweise. Zum Beispiel sollte beim Kauf von Dosenfutter darauf geachtet werden, dass kein Zucker auf der Inhaltsangabe steht. Das Fett in den Katzenfutterdosen ist sehr wichtig und darf gerne ins Futterschüsselchen.

Zur Belohnung für ihre Mitarbeit durften die Kinder dann im Katzenkinderzimmer unter Aufsicht noch mit den Babykätzchen spielen. Zum Abschluss dankte Frau Schwaiger-Weiß den Kindern für ihr Interesse und entließ sie mit einem kleinen Präsent.

- U.M.                                                                                                      


20. Kinderfest am 10. September 2017


Kindergruppe "Adleraugen" und Vogelschutzbund beim R'haller Stadtfest am 1. Juli 2017

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

2. Biosphärentag am 25. Juni 2017 am Höglwörther See von 10:00 bis 16:00 Uhr

Wetterbericht:

Freitag, 23. Juni 2017: sonnig und warm

Samstag, 24. Juni 2017: sonnig und warm

Sonntag, 25. Juni 2017:  ab 9:30 Uhr Dauerregen

mit Gewitter bis 15:30 Uhr !

Montag, 26. Juni 2017: sonnig und warm !!!

Fotos: J. Goldmann
Fotos: J. Goldmann

Lamawanderung im „Haus Hohenfried“ in Bayerisch Gmain

1. Juni 2017

Einen tierischen Donnerstagnachmittag verbrachten die „Adleraugen“ gleich am Monatsbeginn und trafen sich zu einer Lamawanderung in den Stallungen von dem heilpädagogischen Fachbetrieb „Haus Hohenfried“ in Bayerisch Gmain.

Die Gruppenleiterin hatte eine geführte Wanderung auf dem Maisrundweg mit den Lamas, die in Hohenfried als Therapietiere eingesetzt werden, organisiert.  Nach einer herzlichen Begrüßung stellte die Therapeutin Kerstin Peters  den Charakter der Lamas als sehr ruhig, sensibel und eher zurückhaltend vor. Mit diesen Eigenschaften sind sie als Therapietiere sowohl für traumatisierte wie autistische Menschen oder Menschen mit speziellen Muskelerkrankungen sehr geeignet. Die auf dem Hof von Hohenfried lebenden Tiere stammen nicht mehr aus ihrem eigentlichen südamerikanischen Heimatland, sondern werden von einem Züchter aus Südtirol eingeführt. „Solange man die Tiere nicht bewusst ärgert, ist die Gefahr angespuckt zu werden, sehr klein. Das tun die Lamas eher auf der Weide, um beispielsweise die Rangordnung zu klären“ ging Frau Peters auf die besorgte Frage eines „Adleraugen“ ein.

Am Wappach entlang ging die Runde mit viel Freude am Führen und Begleiten der Tiere bergauf und bergab über den Maisrundweg. An Unterhaltung waren die wenigsten jungen Führer interessiert, weil die Lamas in ihrem Verhalten viel zu interessant zu beobachten waren. Auf die Frage von Frau Peters, wer sich zutraut mit seinem Tier durch den Wappach statt über die Brücke zu gehen, waren alle voll Begeisterung für die Durchquerung der Furt. Am Bach gab es eine kurze Trinkpause für Mensch und Tier.

Fotos: U. Moser
Fotos: U. Moser

Nach rund zwei Stunden Wanderung war es Zeit, sich voneinander zu trennen.

- U.M. 


Frühlingsboten bei der Aktion "Erlebter Frühling"

Foto: U. Moser
Foto: U. Moser

 

13. Mai 2017

Passend zum Frühling beschäftigten sich die „Adleraugen“ bei ihrem Gruppentreffen mit der Frage „Warum werden die Blätter der Bäume im Frühjahr grün und im Herbst braun?“ sowie mit dem Vogel des Jahres, dem Waldkauz.

 

 

Auf die Frage: „Könnt Ihr Euch vorstellen, wodurch die Blätter im Frühjahr grün werden?“ erlebte die Leiterin der Kindergruppe eine Überraschung. Sie bekam in Gemeinschaftsarbeit von den 7 – 10-jährigen Kindern eine genaue Erklärung,

welche Aufgabe das Chlorophyll in den Blättern erfüllt und dass es auch durch die verschiedenen Farbstoffanteile für die Färbung des Laubs im Herbst zuständig ist.

Mit der Feststellung, dass die Bäume durch die Erzeugung von Sauerstoff eine Grundlage der menschlichen Existenz bilden, kam die Gruppe in eine rege Diskussion.

In einem weiten Bogen von der Regenwaldabholzung und ihren Folgen, über die starke Belastung der Erde durch Kohlendioxid und letztlich auch die Notwendigkeit der nachhaltigen Bewirtschaftung der deutschen Wälder kam das Gespräch zurück auf den Waldkauz. Auch hier zeigten die Kinder ein erstaunliches Wissen. Der Vogel hat es zunehmend schwer, denn alte Bäume mit großen Höhlen werden häufig gefällt.

Mit Nistkästen kann der Mensch den Eulen die Unterkunft bieten, die er vorher vernichtet hat. Die Unterscheidung von Kauz und Eule gibt es nur in der deutschen Sprache. In einem Vergleichsbild mit anderen Eulen stellten die Kinder die relative Größe des Waldkauzes fest – nur der Uhu und Habichtskauz sind größer. Sein heller Gesichtsschleier ist nicht herzförmig und damit lässt er sich gut von der Schleiereule unterscheiden. Beim Waldkauz werden die Geräusche über die Federkränze, die trichterförmig um die Augen angeordnet sind, gebündelt und schallverstärkt an die versteckten Ohren weitergeleitet. Die Kinder probierten den Effekt aus, indem sie mit unterschiedlich langen Papprollen ihre Ohren „erweiterten“. In der Dämmerung beginnt der Waldkauz seine Suche nach Nagetieren. Mit zu den größten Feinden des Vogels gehört der Straßenverkehr. So überqueren beispielsweise im Winter Mäuse die schneefreien Straßen und bei der Jagd kollidieren die Käuze mit herannahenden Autos. Erbeutet er eine Maus, verschlingt er sie mit Haut und Haaren. Interessiert betrachteten die Kinder ein Bild des „Gewölles“ mit den unverdaulichen Resten einer Eulenmahlzeit. Eine vorgelesene Geschichte sowie Spiele und ein Quiz beendete das Thema.

Die Leiterin der „Adleraugen“ stellte noch das Gänseblümchen, das Heilkraut des Jahres und seine Verwendungsmöglichkeiten vor. Als Salat, Suppe und Bastelobjekt war es bereits bekannt, doch die Herstellung und Verwendung einer Tinktur aus Gänseblümchen bei Quetschungen und stumpfen Verletzungen beeindruckte die Kinder.

Zum Abschluss wies Uschi Moser noch auf die Aktion „Stunde der Gartenvögel“ hin und bat um eifrige Meldung der Gartenvögel sowie der ersten Kuckuck-Rufe beim LBV. Für das nächste Treffen am 01.06. wird in Hohenfried eine Lama Wanderung organisiert.

- U.M.     


Vogelstimmen-Exkursion rund um den Rupertuspark in R'hall

Foto: U. Moser
Foto: U. Moser

29. April 2017

Einen gelungenen Start bei herrlichem Frühlingswetter hatten die „Adleraugen“, ein Zusammenschluss der Naturschutzjugend im Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Tierschutzjugend Bad Reichenhall, bei ihrem ersten Treffen in diesem Jahr. „Wer singt denn da?“  wollten die „Adleraugen“ wissen. Diese und viele andere Fragen beantwortete Jochen Goldmann vom LBV während seines Spazierganges mit zehn Kindern. Er verteilte Ferngläser sowie Vogelbroschüren und begann die Runde beim Familienbad der Rupertus Therme, führte über die Ludwig-Thoma-Straße, Schiller-straße und durch den Rupertuspark zurück.

Gleich zu Beginn konnte die Gruppe die Mönchsgrasmücke mit ihrem wunderbaren Gesang hören, die Kohl- und Blaumeisen lösten sie ab und in einer nahe gelegenen Buche saß ein Buchfinkenmännchen, das auch sein gesangliches Können hören ließ. An einem mit Efeu reich bewachsenen Haus beobachteten die begeisterten Kinder mit ihren Ferngläser den regen Flugverkehr von Amseln und einer Schar von Spatzen. Bei näherer Betrachtung konnten sie dort auch zwei Nester entdecken. Weiter ging es und jetzt beteiligte sich auch Rotkehlchen, Zilpzalp und Grünfink an dem Vogelkonzert. Nur der Kuckuck hat noch nicht gerufen! In einer Einfahrt zeigte ein Kleiber seine Fähigkeit nicht nur am Boden laufen, sondern auch am Stamm auf- und abwärts klettern zu können.

Einige Federn auf dem Gehweg ließen die Kinder ein nächtliches Drama mit einer Katze vermuten. Jochen Goldmann lenkte die Kinder von ihren phantasiereichen Geschichten mit einer ungewöhnlichen Nisthöhle ab: Ein Specht hatte ein Loch in eine Hausmauer (Wärmedämmung) geschlagen und mit Genehmigung der Hausbesitzer durfte er dort geschützt brüten und seine Jungen aufziehen! Im Rupertuspark zeigte sich zum Abschluss ein heimgekehrter Star und eine kleine Bachstelze mit ihrem typischen schnell trippelnden Gang und ihren ruckartigen Kopfbewegungen.

Auf dieser kurzen Spazierstrecke hatten die aufmerksamen Kinder mindestens 15 verschiedene Vögel gesehen und gehört. Ein Reichtum der besonderen Art, da waren sich alle Teilnehmer einig.

- U.M.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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