Gemeinsam Bayerns Natur schützen

 

30. April 2022

 

Die "Adleraugen" sind wieder da!

Um Wildkräuter und ihre Verwendung ging es beim ersten Treffen in diesem Jahr der Kindergruppe „Adleraugen“.

 

Die ersten warmen Tage haben Vieles zum Grünen und Blühen gebracht. Höchste Zeit für die „Adleraugen“, sich nach den Schätzen der Natur umzusehen! Die Gruppe traf sich diesmal auf einem geschützten Privatgrundstück. Zu Beginn durfte Uschi Moser, die Leiterin der Kindergruppe, zusätzlich zu den bisherigen Kindern, vier neue „Adleraugen“ begrüßen.

 

Zunächst suchten sich die Kinder ihnen bekannte Wildkräuter auf der Wiese und tauschten ihr Wissen dazu aus: Wie heißt es? Warum heißt es so?

Wie sieht es aus? Ist es giftig? Kann man es essen oder anderweitig verwenden? Wenn ja, wie und wofür ist es gut?

Im Anschluss lernten sie einige neue Kräuter, wie das Labkraut, die Schafgarbe und das Wiesenschaumkraut mit ihrer Verwendung kennen. Mit den Blüten und Blättern gestalteten die Mädchen und Jungen danach Postkarten für die Lieben zu Hause.

 

Weil auf dem Grundstück sowohl harmloser Bärlauch als auch die sehr giftige Herbstzeitlose wächst, zeigte sich die Dringlichkeit eines Vergleiches

der Pflanzenmerkmale. Die Kinder erkannten deutlich die unterschiedlichen Farben und Strukturen der Blätter. Wichtig war es Uschi Moser, auch

zu vermitteln, dass die Blätter des Bärlauchs an einem dünnen Stiel einzeln aus dem Boden kommen und im Gegensatz dazu die Blätter der Herbst-zeitlose direkt am Stengel wachsen und diesen umfassen. Ein „Adlerauge“ nannte ganz cool ein weiteres Merkmal: „Ich muss meine Nase ans Blatt halten, dann erkenne ich den Bärlauch sofort am Knoblauchgeruch“. So sensibilisiert durften die Kinder Bärlauch für zu Hause sammeln und gleich-

zeitig auch Zutaten für einen Wildkräutersalat.

 

Mit einem abschließenden Hinweis auf die Teilnahme an der Vogelzählung im Rahmen der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) von 13. bis 15. Mai wurde das fröhliche Treffen beendet.